Willkommen bei Erwin Amend (1919-1997)

 

Kompositionen in freier Tonalität werden gerne unter dem Begriff „Hindemith-Stil“ zusammengefasst. Dabei besteht oft nur eine vage Ähnlichkeit zu den Werken des Namensgebers Paul Hindemith. Wendet man die Bezeichnung jedoch auf das Schaffen von Erwin Amend (1919-1997) an, dann liegt man durchaus richtig. Der Geiger und Komponist war ein enger Freund Paul Hindemiths, der auch einen großen Einfluss auf sein Schaffen hatte. Amend stammte aus Weilburg an der Lahn und studierte Violine, Klavier und Musiktheorie am Dr. Hoch’schen Konservatorium bzw. an der Staatlichen Hochschule für Musik in Frankfurt a. M. (1937-1942). Bereits im Alter von zwanzig Jahren wurde er Konzertmeister des Frankfurter Kammerorchesters. Weitere Konzertmeister - Posten hatte er nach dem Zweiten Weltkrieg in Gießen und in Baden-Baden, wo er auch das international renommierte Baden-Badener Streichquartett gründete.

Nach einem Jahr im schwedischen Motala ließ er sich 1956 in Mainz nieder, wo er bis zu seiner Pensionierung 1979 Konzertmeister des Orchesters der Städtischen Bühnen (heute Staatstheater) der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt wurde.

Sein vielseitiges und umfangreiches kompositorisches Schaffen umfasst neben Kammermusik auch sinfonische Werke, Bühnen- und Filmmusiken. Daneben widmete er sich privaten musikhistorischen Arbeiten.

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